Viele Frauen sind beim Thema Fotos erst einmal unsicher. Wie müssen diese Bilder aussehen? Muss man sich besonders vorteilhaft hinstellen? Muss alles perfekt sein?
Nein. Für eine Online-Stilberatung braucht es keine perfekten Fotos. Aber klare Bilder, auf denen du gut erkennbar bist – die sind wichtig.
Und zwar nicht nur, damit ich dich sehe, sondern weil ich mit diesen Fotos aktiv arbeite – schon bevor wir uns das erste Mal im Video-Call sehen.
In diesem Artikel erkläre ich dir, welche Fotos du brauchst, worauf du achten solltest – und was ich damit konkret mache.
Diese Fotos braucht es für eine Online-Stilberatung
Für eine gute Online-Stilberatung braucht es in der Regel diese vier Bilder:
- drei Ganzkörperfotos: von vorne, von hinten und von der Seite
- eine Gesichtsaufnahme
Diese Fotos bilden die Grundlage für die Beratung.
Wofür ich deine Fotos in der Beratung nutze
Das Gesichtsfoto
Für Session 1 – Farbberatung
Bevor wir uns das erste Mal im Zoom sehen, bekommst du von mir einen Fragebogen. Dort fügst du direkt ein ungeschminktes Foto deines Gesichts ein.
Dieses Foto nutze ich, um deine Farben schon vor unserem ersten Call zu analysieren. Ich schaue mir Hautton, Augen und Haare in Ruhe an und analysiere vorab, welche Farben zu dir passen.
Im ersten Call besprechen wir dann das Ergebnis gemeinsam, legen ein Farbkonzept fest und wählen die Farben aus, die wirklich zu dir passen. Danach bekommst du deinen persönlichen Farbfächer zugeschickt.
Das Gesichtsfoto ist also keine Formalität – es ist der Ausgangspunkt für die gesamte Farbberatung.
Die Ganzkörperfotos
Für Session 2 – Beratung zu Passform, Längen und Proportionen
Für die Stilberatung brauchst du drei Ganzkörperfotos: von vorne, von der Seite und von hinten.
Diese Fotos füge ich direkt in meine Beratungspräsentation ein. Im Zoom-Call schauen wir sie gemeinsam an – du siehst dich selbst und kannst nachvollziehen, wovon ich spreche: Linien, Proportionen, Körperformen.
Ich arbeite in der Stilberatung strukturiert anhand dieser Präsentation, damit nichts vergessen wird und du alles klar vor Augen hast.
Genau deshalb müssen die Fotos möglichst gut sein, damit du selbst erkennen kannst, was ich meine, wenn wir über deine Proportionen sprechen.
Für Session 3 – keine Fotos mehr nötig
Im dritten Call arbeiten wir bereits mit deinen echten Outfits, die du in meiner App speicherst – dann sind wir schon mitten in der Umsetzung.
Diese Fotos brauchst du und das solltest du beachten
1. Ein Gesichtsfoto – ungeschminkt, bei Tageslicht
– Kein Filter, keine Bearbeitung
– Tageslicht ist wichtig, weil künstliches Licht Farben verfälscht
– Haare aus dem Gesicht nehmen
– Wenn deine Haare gefärbt sind, hilft es, wenn ein kleiner Ansatz deiner Naturhaarfarbe sichtbar ist
– Wenn eine Brille viel verdeckt, nimm sie für das Foto kurz ab
2. Drei Ganzkörperfotos – von vorne, von der Seite, von hinten
– In körpernaher Kleidung, damit Proportionen und Linien gut erkennbar sind
– Keine Schuhe
– Kein Rock oder Kleid, weil die Längenverhältnisse sonst schwer einzuschätzen wären
– Keine weite Kleidung, keine unruhigen Muster
Keine Selfies: Warum die Perspektive wichtig ist
Selfies sind für eine Online-Stilberatung nicht geeignet. Sie verzerren die Proportionen zu stark, weil das Handy zu nah am Gesicht ist.
Bitte lass jemanden die Fotos von dir machen.
Auch Ganzkörperfotos sollten nicht von oben, nicht von unten oder schräg aufgenommen werden.
Am besten ist es, wenn das Handy dabei ungefähr auf Brusthöhe gehalten oder aufgestellt wird. So wird die Perspektive am wenigsten verzerrt.
Die Kamera muss gerade auf die Person gerichtet sein. Nur so entsteht ein realistischer Eindruck.
So stellst du dich hin
Für diese Fotos solltest du keine künstliche Pose einnehmen und auch nicht den Bauch einziehen.
Am besten einfach locker hinstellen, die Arme hängen lassen und ganz normal stehen.
Foto Nr. 1: So bitte nicht.
Foto Nr. 2: Richtig.


Der richtige Hintergrund für Fotos zur Online-Stilberatung
Die Fotos sollten vor einer weißen oder neutralen Wand gemacht werden. Ein heller, ruhiger Hintergrund sorgt dafür, dass nichts ablenkt und die Person gut zu erkennen ist.
Je klarer das Bild aufgebaut ist, desto besser lässt sich später damit arbeiten.
Falls du noch überlegst, ob eine Online-Stilberatung für dich passt, oder ob eine Beratung vor Ort besser wäre, findest du hier eine genauere Einordnung: Online-Stilberatung oder lieber vor Ort
Fazit
Die Fotos für eine Online-Stilberatung müssen nicht perfekt sein, aber sie sollten klar und aussagekräftig sein. Denn sie sind nicht nur Vorbereitung. Sie sind ein aktiver Teil der Beratung.
Ich analysiere dein Gesichtsfoto schon vor unserem ersten Call. Und deine Ganzkörperfotos sehen wir uns im Zoom-Call gemeinsam an – damit du selbst siehst und verstehst, was ich meine.
Das ist der Unterschied zu einem Fragebogen, den du ausfüllst und dann nichts mehr davon hörst.
Wenn du mehr über den Ablauf meiner Online-Stilberatung erfahren möchtest, findest du hier alle Details:
→ Zur Online-Stilberatung
Wenn du dich fragst, wie du dich insgesamt gut auf die Online-Stilberatung vorbereitest, lies dazu auch meinen Artikel:
Online-Stilberatung vorbereiten – Die Checkliste für Technik, Kleidung & dein Setup

Über die Autorin
Silke Kummert ist ausgebildete Farb- und Stilberaterin sowie Imageberaterin (Gutshof Akademie, Fernstudium ILS).
Ihr Schwerpunkt liegt auf kombinierter Farb- und Stilberatung und nachhaltiger Garderobenplanung für Frauen.
Sie arbeitet vor Ort und online und ist Dozentin an Volkshochschulen in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen.
Auf ihrem Blog schreibt sie über Farbe, Stil, Kleiderschrank-Optimierung und nachhaltige Garderobenplanung.

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